Erstes Auto: Mercedes W201 190E 2,0l
This is my site verfasst von Maximilian Arnold am Mittwoch, 6. Oktober 2010

Am 30.07.2005 war es soweit. Um 8 Uhr morgens unterzeichnete ich den Kaufvertrag für mein erstes Auto – Ein Mercedes Benz W201 190E, 2,0l, 200.000km, Erstzulassung 21.11.1985.

Doch erst mal vorab, wie kam es dazu? Im Sommer beschloss ich, ein Auto muss her. Das Budget war stark begrenzt, und in einem Punkt war ich mir sicher: Corsa, Twingo und co kommen für mich nicht in Frage. Ich wollte etwas komfortables, sicheres, und auf keinen Fall irgend ein modernes Wegwerfprodukt. Die Leistung stand von Anfang an im Hintergrund, ich bin schon immer ein gemütlicher Fahrer. Durch einige Gespräche mit einem Bekannten, der bereits etliche Mercedes gefahren ist, fiel mein Augenmerk sehr schnell auf Mercedes-Benz. Bezahlbar, komfortabel, hochwertig, sicher – und das bei Modellen wie der W201 oder der W124 zu einem sehr günstigen Preis. Dazu kommt eine enorm gute sowie günstige Ersatzteilversorgung (Nein, ich meine kein Billigmüll aus Ebay).

Nach kurzer Suche fand ich meinen zukünftigen. Keine 15 Km von mir entfernt, inseriert für 850€. Zusammen mit meinem Mercedes-Kenner schaute ich mir den Wagen an. Außen für diesen Preis noch recht hübsch, abgesehen von kleinen Blessuren, Rost und einer gerissenen Frontschreibe, wirkte die Technik bis auf kleinere Mängel recht gut (Stoßdämpfer hinten defekt, Ventildeckeldichtung undicht, Fensterheber Beifahrerseite ohne Funktion). Ausgestattet war er mit elektrischen Fensterhebern, einem elektrischen Schiebedach sowie einer Mittelarmlehne (und einem singenden Differential ). Als wir bei den Verhandlungen bei 500€ angelangt waren stand der Kauf fest!

Wie ging es weiter?

Nach dem Anmelden waren erst mal ein paar Investitionen nötig: Zwei Reparaturhandbücher, Stoßdämpfer, eine Ventildeckeldichtung und Bremsbeläge für die Vorderachse. Sehr schnell verliebte ich mich in die wunderbare Technik dieses Wagens und dem Fahrkomfort – Keine Airbags, kein ABS oder sonstige Helferlein, trotzdem kommt man auch im Winter wunderbar zurecht, so lernt man wenigstens richtig Autofahren!

TÜV hatte der Wagen noch ca. 1,5 Jahre, also bis ca. März 2007 wenn ich mich recht erinnere. Mit der Zeit kamen einige weitere Mängel ans Tageslicht: Durchgerostete Wagenheberaufnahmen, defekte Topflager an der Hinterachse usw. Den Wagen nochmal durch den TÜV zu bringen schien sich nicht mehr zu lohnen.

Irgendwann im November 2005, nicht lange nach dem Kauf, mein erster Unfall: Ich stand mit meinem schönen Vehikel an einer roten Ampel, als hinter mir ein Sprinter rückwärts aus einer Einfahrt fährt und mir mit einem lauten Knall in das Heck fährt. Beim Gutachter war schnell klar, ein Totalschaden: Von außen war nur das defekte Rücklicht zu sehen, im Kofferraum hingegen erkannte man den komplett gestauchten Kofferraum sehr deutlich.

Daten aus dem Gutachten:

Rep-Kosten plus Mwst: 4431,72€

Wiederbeschaffungswert: 900€

Restwert: 100€

Meine Konsequenz ist klar: neues (gebrauchtes) Rücklicht einbauen und das Auto fahren bis der TÜV uns scheidet. Das Erfreuliche an der ganzen Sache: Die gegnerische Versicherung zahlte mir schließlich ca. 950€ für den Wagen.

Als ich den Wagen im März oder April 2007 an einen Exporteur verkaufte, erhielt ich noch sagenhafte 450€ – Alles in allem gut gelaufen, auch wenn mein Herz geblutet hat als der Wagen abgeholt wurde :(

Abschließend noch ein paar Bilder meines Schätzchens, Rest in Peace! (Ein kleines Jubiläum gabs auch noch, siehe Tacho :) )

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